Regional gesammelt. Traditionell versponnen.
Am ganzen Niederrhein grasen Schafe in kleinen und großen Herden auf Deichwiesen, unter Obstbäumen und auf kleinen, nicht wirtschaftlichen Flächen. Sie gehören zum Niederrhein wie die Kopfweiden und die Pappelalleen.
Unser „Niederrheinisches Nachbarschaftsgarn“ wurde 2012 ins Leben gerufen und stammt von den kleinen Schafherden, gehalten von Nebenerwerbs- und Hobbyschafhaltern, die ihre Tiere liebevoll im Garten, auf der Streuobstwiese oder einfach so hinterm Haus grasen lassen. Viele dieser Schafe dienen der Selbstversorgung mit Fleisch, Milch und der Wolle, manche sind einfach nur ein Augenschmaus! Da die Wolle ein wunderbarer, nachwachsender Rohstoff ist, wird er im Überfluss produziert. Die Kenntnis um die Verarbeitung ist in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen, so dass die Wolle oft zu einem „Entsorgungsproblem“ wurde.
Glaubt man den professionellen Schäfern und dem Wollmarkt, dann ist die Wolle dieser Schafe nichts wert. Sie kann in der Weichheit selten mit den aus Australien importierten Merinowollen mithalten. Wir sind jedoch der Ansicht, dass es für jede Wolle den richtigen Verarbeitungszweck gibt. Und da wir möchten, dass noch lange Jahre Schafe unter niederrheinischen Obstbäumen weiden und eine Freude für Besitzer und alle anderen sind, haben wir das Projekt „Niederrheinisches Nachbarschaftsgarn“ ins Leben gerufen.
Es hatte sich herumgesprochen, dass auf dem Hilshof noch in alter Tradition die Wolle der Schafe versponnen wird. Es gibt einen Spinnkreis und lange Jahre das Wollfest „Der Drache Spinnt!“ im Juni. Und im Laufe der Zeit kamen wir mit vielen Schafhaltern in unserer Nachbarschaft ins Gespräch, stellten Kontakte zu Schäfern und Schafscherern her. Inzwischen sammeln wir Wolle von ausgesuchten Schafen ein, sortieren sie auf dem Hilshof, fahren sie in eine Spinnerei und lassen sie dort waschen und verspinnen.
Unser Garn ist also regional geliebt, gewachsen, gesponnen ....